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Interview mit dem Betriebsleiter Benjamin Staude

Interview mit dem Betriebsleiter Benjamin Staude

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Interview mit dem Betriebsleiter Benjamin Staude

Interview mit dem Betriebsleiter Benjamin Staude

November 2018:

Interview mit dem Betriebsleiter Benjamin Staude

In einem Interview mit dem Betriebsleiter Benjamin Staude erzählt er unter anderem, wie ihn seine Ausbildung und seine Tätigkeit als Messe- und Ladenbauer auf seine Aufgabe bei KNAPP vorbereitet haben.

Guten Tag Herr Staude, wie fühlt man sich so als Goldmedaillengewinner?

Benjamin Staude: Das war ein sehr schöner Moment, zusammen mit den Kollegen da vorne zu stehen. So eine Goldmedaille hat was, keine Frage.

Sie standen zusammen mit Thomas Knapp und Heike Seifert auf der Bühne, wieviel Staude steckt denn in der Goldmedaille?

B.S.: Das ist ja wie nach einem gewonnenen Fußballspiel hier … ich bin seit sechs Jahren in der Firma und habe seit vier Jahren die Verantwortung für die ganzen technischen Abläufe hier. In dieser Zeit hat KNAPP den Umsatz verdoppelt, eine Tischlerei gebaut, einen zweiten Standort gekauft, eine Lagerhalle zur Fertigungshalle umgebaut und insgesamt die Kapazitäten deutlich erhöht.

Und wie hat sich ihr Job dabei verändert?

B.S.: Als ich angefangen habe, war ich der einzige gelernte Tischler bei KNAPP und wir insgesamt zu sechst oder siebt, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Der Betrieb war damals schon in holztechnischer Hinsicht ein Sägewerk und Holzhandel mit der Spezialisierung Altholz. Sägeware, Hobelware, Bauholz nach Stücklisten für Tischler und Zimmerer. Heute sind vor allem die Stückzahlen viel größer. Mittlerweile sind wir fünfzehn oder sechzehn Mitarbeiter und mein Job ist fast ausschließlich Arbeitsvorbereitung und Produktionsplanung.

Wie war der Einstieg für Sie als gelernter Tischler?

B.S.: Leichter als es für die meisten Kollegen gewesen wäre. Ich habe in einer handwerklichen Möbeltischlerei gelernt und fand die Zeit auch schön und lehrreich. Mir fehlt aber wohl dieses spezielle »Holzwurm-Gen«. Ich natte nach der Ausbildung auch ein paar Jahre eine kleine Werkstatt in Hannover und war viel im Messe- und Ladenbau unterwegs. Mir hat die Montage immer Spaß gemacht, einerseits effizientes Arbeiten auf den Punkt, aber andererseits gibt es dabei auch immer viel zu improvisieren und zu jonglieren.

Hört sich nach ziemlich viel Stress an …

B.S.: Das ist teilweise unvorstellbar, traut man sich kaum von zu erzählen. Aber ist halt auch cool zu merken, was man in wie kurzer Zeit schaffen kann. Und das Geld stimmt … meistens zumindest. Im Nachhinein betrachtet war es auch die perfekte Vorbereitung für den Job bei KNAPP.

Wie das denn? Hört sich eher nach dem Gegenteil an, dauernd auf Montage …

B.S.: Das dauernd unterwegs sein hatte ich dann auch satt, das war auch der Anlass, hier anzufangen, anfangs als Springer und fester Freier, aber das hat sich dann schnell zu einer dauerhaften Sache entwickelt.

Und was haben Sie jetzt genau aus dem Messe- und Ladenbau mitgebracht?

B.S.: Eine Sache, die ich aber beim Messebau gelernt habe, ist, dass Vorbereitung zwar nicht alle Probleme vermeidet, aber erst eine gute Vorbereitung den Spielraum zum Improvisieren bietet.

Das hört sich jetzt aber mehr so nach einer Binsenweisheit aus der Wochenendbeilage unter »Job & Karriere« an.

B.S.: Mal schauen, ob Sie das auch noch sagen, wenn Sie drei Stunden vor Messebeginn merken, dass der Kollege beim Einpacken geschlampt hat. Und das war das andere, was ich gelernt habe: man gewinnt und verliert als Team. Und das ist jetzt keine Fußballerweisheit, sondern die harte Realität wenn etwas fehlt.

Und was heißt das jetzt alles für Ihre Arbeit bei Knapp?

B.S.: Wir sind ein Team aus gelernten Tischlern, qualifizierten Maschinenführern und angelernten . Ganz ähnlich wie bei den Montagejobs früher. Nur beginnt hier der Ablauf mit Hochdruckreiniger und Motorsäge und hört im Zweifel mit dem hochfeinen Polieren einer Oberfläche auf.

Und was ist anders?

B.S.: Hier ist das Grobe so wichtig wie das Feine. Außerdem ist es ein fließender Prozess ohne Anfang und Ende. Wir haben Aufträge, die wir Wochen im Voraus planen können und müssen. Wir wollen aber auch Aufträge, die am Vorabend über den Online-Shop hereingekommen sind, am nächsten Nachmittag mit dem Paketdienst rausschicken. Das funktioniert nur als Mischung aus guter Arbeitsorganisation und Reserven für Improvisation.

Hört sich toll an, theoretisch …

B.S.: Das klappt natürlich nicht immer wie gewünscht, wie heißt es so schön, Planung ist, während das Leben stattfindet oder so ähnlich. Aber wir sind als Betrieb da über die letzten Jahre Schritt für Schritt heineingewachsen. Obwohl … Thomas schaut manchmal ein wenig nervös, wenn sich hier die Hölzer scheinbar chaotisch zwischen einzelnen Arbeitstationen stapeln, aber er weiß ja, dass das alles Hand und Fuß hat, auch wenn er da nicht mehr selbst für sorgt – er hatte die letzten Jahre auch an anderen Stellen genug zu tun.

Was uns wieder zur Eingangsfrage führt …

B.S.: Thomas hat den Laden vor 35 Jahren gegründet und leitet ihn bis heute. Aber KNAPP ist heute ein anderes und größeres Unternehmen als noch vor zehn Jahren und das wollte Thomas auch so. Sein Ansatz war immer, die Dinge nach professionellen Standards zu erledigen und auf mehrere Schultern zu verteilen. Und außerhalb des Büros ist das seit ein paar Jahren meine Verantwortung als Betriebsleiter. Auf die Goldmedaille sind wir wirklich alle stolz. Und Stolz wird durchs Teilen ja nicht weniger.

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